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A K T I O N D E S H E I M A T V E R E I N S W A R E I N V O L L E R E R F O L GKaum zu glauben, aber die ältesten Gebetbücher in emsländischem Familienbesitz sind schon fast 400 Jahre alt. Und mehr oder weniger prunkvolle Einzelstücke aus Großmutters Zeiten sind noch in sehr vielen Familien erhalten. Das ergab jetzt die große Erfassungsaktion alter Gebetbücher des Heimatvereins Lingen im Emslandmuseum. Die meisten der eingereichten alten Bücher stammen jedoch nicht aus der Stadt Lingen, sondern von Bauernhöfen und aus Haushalten in den Lingener Ortsteilen und den Gemeinden im Umland. |
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E I N S O G . G R U M M E L B O O K A U S D E M J A H R E 1 6 2 5Aus dem Jahre 1625 stammt etwa ein Gebetbuch des Jesuitenpaters Friedrich von Spee, das Leo Mönnich aus Elbergen eingereicht hat. Es diente auf dem Bauernhof seiner Familie einst als „Grummelbook“ (Grummel = Gewitter). Man an holte es bei aufziehendem Gewitter hervor und betete eifrig daraus, bis Blitz und Donner vorüber waren. Andere Gebetbücher wurden bei Krankheiten und Unglück zu Rate gezogen und nicht wenige stammen aus den Kriegszeiten im 19. und 20. Jahrhundert. Franz Kottebernds aus Messingen steuerte ein Gebetbuch in niederländischer Sprache bei, das seit dem 17. Jahrhundert im Bauernhaus Kottebernds aufbewahrt wird. |
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E R I N N E R U N G S S T Ü C K E W I E E I N S C H A T Z G E H Ü T E TZahlreiche alte Gebetbücher blieben als Erinnerungsstücke an Kommunion, Konfirmation und Hochzeit erhalten. Diese Erinnerungsbücher wurden häufig wie ein Schatz gehütet und zeigen kaum Gebrauchsspuren. Andere Einbände hingegen wurden durch häufigen Gebrauch regelrecht „zerbetet“. Frömmigkeit und Fleiß galten einst nicht nur im Emsland als „Kardinaltugenden “. Das Küchentuch im Hintergrund und das Gebetbuch in der Hand bei Anna Schrader, geb. Wöste (1852 bis 1937). |
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G E N A U R E G I S T R I E R T U N D U N T E R S U C H TIn den kommenden Wochen werden die eingereichten Bücher genau registriert und untersucht. Von März bis Mai 2010 präsentiert der Heimatverein dann im Emslandmuseum eine Auswahl der Bücher im Rahmen einer Ausstellung. Anfang Juni kehren schließlich alle Gebetbücher zu ihren Eigentümern zurück. Einige der Bände, ihre Geschichte und ihre Besitzer wird die Lingener Tagespost in den kommenden Wochen noch genauer vorstellen. |
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Vorhaben und Projekte |
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